Camilla Emporio di Comunità, 2019 in Bologna gegründet, ist die erste selbstverwaltete Lebensmittelkooperative Italiens. Sie bietet eine nachhaltige Alternative zum großflächigen Einzelhandelsmodell, in dem nur Genossenschaftsmitglieder einkaufen können. Diese einzigartige Struktur funktioniert nach dem Prinzip der "genossenschaftlichen Schicht", die es den Mitgliedern ermöglicht, aktiv zur Verwaltung der Genossenschaft beizutragen, indem sie Aufgaben wie Kassatätigkeit oder Lagerkoordination übernehmen. Dieser partizipative Ansatz senkt die Betriebskosten und fördert das Gemeinschaftsgefühl.
Camilla Emporio di Comunità, 2019 in Bologna gegründet, ist die erste selbstverwaltete Lebensmittelkooperative Italiens. Sie bietet eine nachhaltige Alternative zum großflächigen Einzelhandelsmodell, in dem nur Genossenschaftsmitglieder einkaufen können. Diese einzigartige Struktur funktioniert nach dem Prinzip der "genossenschaftlichen Schicht", die es den Mitgliedern ermöglicht, aktiv zur Verwaltung der Genossenschaft beizutragen, indem sie Aufgaben wie Kassatätigkeit oder Lagerkoordination übernehmen. Dieser partizipative Ansatz senkt die Betriebskosten und fördert das Gemeinschaftsgefühl.
Camillas innovatives Preismodell basiert auf dem Prinzip des "Quellenpreises", bei dem jede Kostenkomponente - wie Erzeugerentschädigung und Logistik - transparent dargestellt wird. Dieser Ansatz ermöglicht es den Mitgliedern, den wahren Wert der von ihnen gekauften Produkte zu verstehen, und fördert einen bewussten und verantwortungsvollen Konsum.
Camilla ist nicht nur ein Ort zum Einkaufen, sondern auch ein Zentrum für kulturelles und politisches Engagement. Die Kooperative organisiert Veranstaltungen, Workshops und Diskussionen zu kritischen Themen wie Ernährungssouveränität und soziale Gerechtigkeit und verwandelt den Laden in einen Ort des Lernens und der Zusammenarbeit. Camilla steht für ein Modell der Solidarwirtschaft, in dem Kooperation, gemeinsame Verantwortung und die Konzentration auf das lokale Umfeld eine konkrete Alternative zum agroindustriellen System schaffen.


ERFOLGSFAKTOREN
Wirtschaftliche Effizienz: Durch die Einbindung der Mitglieder in operative Aufgaben reduziert Camilla die Personalkosten erheblich. Dieser Selbstverwaltungsansatz trägt dazu bei, die die Lebensmittel erschwinglich zu halten und gleichzeitig das Gefühl der Eigenverantwortung unter den Mitgliedern zu fördern.
Transparentes Preismodell:Das Prinzip des "Quellpreises" bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten, von der Erzeugerentschädigung bis zur Logistik. Diese Transparenz schafft nicht nur Vertrauen, sondern stellt auch sicher, dass die Preise den tatsächlichen Produktwert widerspiegeln und unnötige Gewinnspannen von Zwischenhändlern vermieden werden.
Aktive Beteiligung der Mitglieder: Die Mitglieder von Camilla sind nicht nur Verbraucher, sondern auch Mitverwalter und Entscheidungsträger. Ihre Beteiligung an Beschaffungs- und politischen Entscheidungen stärkt das Engagement und die gemeinsame Verantwortung für den Erfolg der Genossenschaft.
Aufbau einer Gemeinschaft: Workshops, Veranstaltungen und Diskussionen zu Themen wie Ernährungssouveränität und soziale Gerechtigkeit machen Camilla zu einem Zentrum für Lernen, Zusammenarbeit und Solidarität. Diese Aktivitäten unterstützen eine integrative Gemeinschaft und fördern den Austausch von Ideen und Praktiken.




Beziehungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern: Direkte Beziehungen zu lokalen Erzeugern fördern Transparenz und Vertrauen und ermöglichen es den Genossenschaftsmitgliedern, die Herkunft der Produkte, die sie kaufen, zu verstehen und zu schätzen.
Kurze Lieferketten:Durch die Konzentration auf lokale Erzeuger verkürzt die Genossenschaft die Transportwege, was die Treibhausgasemissionen senkt und die regionale Wirtschaft fördert.
Modell der Nachhaltigkeit: Camillas Modell fördert einen verantwortungsvollen und bewussten Konsum, der auf die Erhaltung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen abzielt, während es gleichzeitig ein Lebensmittelproduktionsmodell propagiert, das die biologische Vielfalt schützt und die lokale Wirtschaft unterstützt.