SONNENTOR ist ein österreichisches Unternehmen, das sich auf die Herstellung und Vermarktung von Kräutern, Tees und Gewürzen aus biologischem Anbau spezialisiert hat. Die Grundidee von SONNENTOR ist es, hochwertige Bio-Produkte anzubieten, die im Einklang mit der Natur stehen. Dabei setzt das Unternehmen auf nachhaltige Landwirtschaft und faire Handelsbeziehungen, um sowohl die Umwelt als auch die sozialen Strukturen zu unterstützen.
Der Unternehmensgründer Johannes Gutmann startete 1988 im Waldviertel, einer Region im Norden von Österreich direkt an der tschechischen Grenze, mit dem Verkauf von Kräutern. Er zog von Bauernmarkt zu Bauernmarkt und konnte so durch seine beharrliche Arbeit einige Bauern für sein Kräuter-Unternehmen gewinnen. Mittlerweile gehören weltweit rund 1.000 Anbaupartner:innen zur SONNENTOR Familie. Mit rund 350 Mitarbeitenden in Österreich und Deutschland erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von etwa 49 Millionen Euro und exportiert 68 % seiner Produkte.


Aus dem Ein-Mann-Unternehmen wurde mittlerweile ein internationales Unternehmen mit Schwesterbetrieben in Tschechien und Rumänien. Schon lange besteht die Produktpalette nicht mehr nur aus biologischen Kräutern, Gewürzen und Tees, sondern wird u.a. ergänzt durch Kaffee, Kakao und feine Naschereien. Das ergibt ein Sortiment aus rund 900 Produkten, die in über 50 Länder weltweit exportiert werden. SONNENTOR pflegt nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Anbau internationale Beziehungen: In Rumänien, Albanien, Nicaragua, Tansania, China, Neuseeland, Spanien und im Kosovo arbeiten Bio-Betriebe im regelmäßigen und auch persönlichen Austausch mit SONNENTOR.
Erhältlich sind SONNENTOR Produkte in eigenen Geschäften, im Bio-Fachhandel, in Apotheken, Reformhäusern und im SONNENTOR Onlineshop.
Besonders erwähnenswert ist das Engagement für das Gemeinwohl. SONNENTOR veröffentlicht regelmäßig einen Gemeinwohlbericht, in dem in strukturierter Form das Engagement des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit dargestellt und somit messbar und mit anderen Marktteilnehmer:innen vergleichbar gemacht wird. Die Kombination aus ökologischer Verantwortung, sozialem Engagement und wirtschaftlicher Innovation macht SONNENTOR zu einem Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit und faireren Handelsbeziehungen.



ERFOLGSFAKTOREN
Die Hälfte der benötigten Energie wird durch eigene PV-Anlagen erzeugt, die jährlich etwa 500.000 kWh Energie liefern. Ein großer Teil des Fuhrparks (17 E-Autos und ein E-LKW), tankt bereits Sonnenstrom. Die jüngste PV-Anlage befindet sich auf dem Dach des neuen Kräuter-Hochregallagers Himmel Hoch, das weitgehend aus Holz gebaut wurde. Der restliche Strombedarf wird auch mit 100 % Ökostrom von einem langjährigen Partner gedeckt.
Für die Beheizung der Lager- und Produktionshallen verwendet Sonnentor eine Hackschnitzelanlage. Diese nutzt Abfallholz von regionalen Bio-Bäuerinnen und -Bauern, wodurch nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie bei der natürlichen Verrottung im Wald entstehen würde. Der Plan bis 2030 ist es, 75 % Eigenversorgung durch erneuerbare Energieträger am österreichischen Standort und einen Fuhrpark ohne fossile Treibstoffe zu erreichen.
Bei der Auslieferung der Produkte setzt das Unternehmen auf umweltfreundliche Transportmittel. Dies umfasst den Einsatz von Elektrofahrzeugen und anderen emissionsarmen Transportlösungen. Durch die Nutzung moderner Technologien optimiert Sonnentor die Routenplanung, um die Transportwege zu verkürzen und auch hier den CO2-Ausstoß zu minimieren.
SONNENTOR arbeitet kontinuierlich daran, die Menge an Verpackungsmaterial zu reduzieren und sucht stets nach neuen, umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien. Ein großer Teil der aktuellen Verpackungen besteht aus biologisch abbaubaren Materialien wie Holzfaserfolien und Teebeuteln aus Bananenfaser. Diese Materialien können sich natürlich zersetzen und belasten die Umwelt so wenig wie möglich. Die verwendeten Kartons werden aus Holz aus FSC®-zertifizierten Wäldern hergestellt. Dies stellt sicher, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Etwa 94 % der Verpackungen von Sonnentor können recycelt werden. Ein eigener Verpackungsleitfaden (digital und gedruckt) sowie QR-Codes auf den Teebeutelhüllen geben Infos zur fachgerechten Entsorgung.




Sonnentor bezieht rund 60 % der Rohwaren aus direktem Handel, also entweder direkt beim einzelnen Bio-Bauernhof oder über Anbaupartner, die individuell geprüft wurden. So können Zwischenhandel und unnötige Preisspekulationen vermieden werden, was den Lieferanten beim Aufbau einer langfristigen Existenz unterstützt. Ziel ist es, regionale Strukturen und biologische Landwirtschaft weltweit zu fördern. Natürlich kommt ein Teil der Rohstoffe auch von regionalen Bio-Bäuerinnen und -Bauern.
Das Unternehmen hält sich an einen Verhaltenskodex (Code of Conduct), der sich an internationalen Richtlinien orientiert und soziale Standards in der Lieferkette sichert. Dieser wird von allen Lieferant:innen unterzeichnet. Die Einbeziehung der Lieferant:innen wird durch ein eigenes Anbauteam verstärkt. Es initiiert und fördert den Austausch und gemeinsame Aktivitäten. Dazu zählen Arbeitsgruppentreffen, gemeinsame Feldtage, Fortbildungsveranstaltungen und Besuche vor Ort. Gemeinsam werden innovative Ideen zu ressourcenschonender Produktion, Versorgungssicherheit und Qualitätsstandards entwickelt, was durch eine Vernetzung mit Experten aus Forschung und Wissenschaft erreicht wird.